Centro Storico – die Altstadt II

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Die Einführung zu diesem Rundgang finden Sie auf der ersten Seite.

Sehenswertes im Centro Storico:
Teil I: Il GesùLargo ArgentinaSant’Andrea della ValleCampo de’ Fiori
hier: PantheonPiazza NavonaPalazzo AltempsMausoleum des AugustusAra Pacis Augustae

Pantheon

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(Foto)
Kuppel des Pantheons
Foto: Eva Burkhard

Die Grundform des Pantheons ist ganz einfach: Es handelt sich um einen Zylinder, auf den eine Halbkugel gesetzt ist. Der kreisrunde Raum hat einen Durchmesser von 43,20 Metern, die Höhe der Kuppel beträgt ebenfalls 43,20 Meter. Eine Kugel von diesem Durchmesser fände also im Pantheon genau Platz.

Das erste Pantheon wurde von Marcus Agrippa im Jahre 27 v. Chr. errichtet, als er das dritte Mal Konsul war, so lautet die Inschrift an der Vorderseite. Agrippa war Schwiegersohn von Augustus. Das Gebäude, das wir heute sehen, stammt allerdings aus der Zeit Kaiser Hadrians. Er ließ es in den Jahren 120–125 neu errichten, weil der Vorgängerbau zwei Mal abgebrannt war. Offenbar wollte sich Hadrian als bescheidener Mann zeigen und hat Agrippas Weiheinschrift belassen.

Ob der antike Tempel dem „Allgöttlichen“ oder aber allen von den Römern verehrten Göttern geweiht war, ist unklar. Im Jahr 608 schenkte der oströmische Kaiser Phokas den Bau dem Papst. Papst Bonifatius IV. deutete den Namen „Pantheon“ als „alle Heiligen“ und ließ 28 Wagenladungen mit Gebeinen aus den Katakomben hierher bringen. Er weihte das Pantheon der Madonna und allen Martyrern. Es ist also die Kirche Sancta Maria ad Martyres, in die wir treten. Ihr Weihetag am 13. Mai wurde zum ursprünglichen Termin des Fests Allerheiligen.

Zunächst befanden sich auf dem Dach vergoldete Ziegel aus Bronze. Sie wurden 663 nach Konstantinopel gebracht. Den Bronzebeschlag der Balkendecke in der Vorhalle ließ Urban VIII. Barberini herausreißen. Daraus wurden Kanonen für die Engelsburg und der Altarbaldachin in der Peterskirche gegossen.

Das Pantheon ist auch eine Begräbnisstätte: Hier sind die italienischen Könige Viktor Emmanuel II., Umberto I. und Königin Margherita begraben. Monarchisten sammeln an ihren Gräbern Unterschriften für die Wiedereinführung der Monarchie.

Für ausländische Touristen ist das Grab Raffaels (zwischen der zweiten und dritten Nische links) wichtiger. Er starb 1520 im Alter von nur 37 Jahren in Rom. Die Inschrift lautet: „Ille hic est Raphael, timuit quo sopite vinci, rerum magna parens et moriente mori – Hier liegt Raffael; die große Mutter Natur fürchtete, von ihm zu seinen Lebzeiten besiegt zu werden und bei seinem Tode zu sterben.“

Bernini brachte am Pantheon zwei Glockentürme an, die der Volksmund „Eselsohren“ nannte. Sie wurden 1893 abgebrochen.

Der Obelisk auf der Piazza della Rotonda entstand in der Zeit Kaiser Neros für einen Isis-Tempel, der sich in dieser Gegend befand. Vor dem Pantheon wurde er 1711 aufgestellt.

Mehr Bilder des Pantheons gibt es in einer Fotogalerie.

Piazza della Rotonda
Buslinien: 51, 62, 63, 80, 83, 85, 117, 160, 492, 628 (Via del Corso)
30, 70, 81, 87, 492, 628 (Corso del Rinascimento)

Öffnungszeiten (ohne Gewähr): 9.00–19.30 Uhr

In der Nähe

In der Nähe des Pantheons können Sie die Kirche Santa Maria sopra Minerva besuchen.

Piazza Navona

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(Foto)
Fontana dei Fiumi auf der Piazza Navona
Foto: Gilbert Hoffmann

Die Form der Piazza Navona geht auf eine Pferderennbahn zurück, die Kaiser Domitian 86 n. Chr. errichten ließ. Ihr Name leitet sich vermutlich vom griechischen Wort „agon“, das heißt Wettkampf, ab.

Im Mittelalter wurden die Häuser am Platz unter Einbeziehung der Außenmauern der Rennbahn erbaut, deshalb hat sich der Grundriss bis heute erhalten.

Was wir sehen, ist ein barockes Ensemble: Der Palazzo Pamphili wurde unter Papst Innozenz X. in den Jahren 1644–1650 erbaut. Heute beherbergt er die brasilianische Botschaft. Die Kirche Sant’Agnese in Agone mit ihrer weit ausladenden Fassade wurde 1652–1657 errichtet.

Der Höhepunkt des Platzes sind aber seine Brunnen. Der Vierströmebrunnen in der Mitte, vor Sant’Agnese, ist eines der Hauptwerke von Bernini und seiner Schule. 1651 wurde er im Auftrag von Papst Innozenz X. gestaltet. Die vier Männergestalten stellen die Hauptströme der damals bekannten vier Erdteile dar: Der Nil verhüllt sein Haupt, weil damals seine Quellen noch nicht bekannt waren. Die anderen Flüsse sind die Donau, der Rio de la Plata und der Ganges. Oben auf der Felsenlandschaft steht ein Obelisk aus dem Circus des Maxentius an der Via Appia.

Die beiden anderen Brunnen sind im Süden der Mohrenbrunnen (Fontana del Moro) aus dem Jahr 1654 und im Norden der Neptunbrunnen aus dem Jahr 1878. Die schmucklose Kirche an der Ostseite der Piazza Navona heißt Nostra Signora del Santo Cuore.

Die Piazza Navona ist nicht zu Unrecht einer der beliebtesten Plätze Roms. Das zeigt sich leider auch an den völlig überhöhten Preisen, die von den Cafés verlangt werden.

Piazza Navona
Buslinien 30, 70, 81, 87, 492, 628 (Haltestellen am Corso del Rinascimento)

Palazzo Altemps

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Der Palazzo Altemps wurde 1585 von Kardinal Mark Sittich von Hohenems erbaut, einem Neffen von Papst Pius IV. Altemps ist die latinisierte Version seines Namens. Heute ist in dem Palast ein Teil des Museo Nazionale Romano untergebracht, vor allem die Skulpturensammlung der Familie Ludovisi.

(Foto)
Der „Ludovisische Thron“

Der „Ludovisische Thron“ ist ein griechisches Original aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Dargestellt ist die Geburt der Aphrodite aus dem Meer. Höchstwahrscheinlich handelt es sich nicht um einen Thron, sondern um einen Altar aus Großgriechenland, also Süditalien oder Sizilien.

Weiter sind in der Sammlung beachtenswert: die Statue eines Galaters, der seine Frau und sich nach verlorener Schlacht tötet, sowie Statuen der Juno, Athene und des Orest und der Elektra.

Die Eintrittskarte für den Palazzo Altemps gilt auch für die anderen Gebäude des Museo Nazionale, also den Palazzo Massimo, das Thermenmuseum in den Diokletiansthermen und die „Crypta Balbi“.

Piazza di Sant’Apollinare, 44
Buslinien 30, 70, 81, 87, 492, 628

Öffnungszeiten (ohne Gewähr):
Dienstag bis Sonntag 9.00–19.45 Uhr, Einlass bis 19 Uhr
Eintritt: 7,– EUR (für das gesamte Museo Nazionale Romano)

Mausoleum des Augustus
Mausoleo di Augusto

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(Foto)
Das Mausoleum des Augustus
Foto: photoroma.com

Im Altertum befand sich hier ein großer Park mit einigen Monumenten aus der Zeit des Augustus. Es handelte sich um Propaganda-Bauten, die den Bürgern die Leistungen des Kaiserhauses vor Augen halten sollten.

Vorbilder für das Mausoleum des Augustus waren hellenistische Königsgräber und vermutlich das Grab Alexanders des Großen. Augustus ließ es bereits errichten, als er noch jung war. Außer ihm selbst wurden hier viele Mitglieder der Kaiserfamilie bzw. des „julisch-claudischen Hauses“ begraben, nur Nero nicht. Der erste, der in dem Mausoleum begraben wurde, war Augustus’ Schwiegersohn Marcellus im Jahr 23 v. Chr.

Wie das Äußere des Mausoleums genau aussah, ist nicht bekannt. Womöglich war es unten mit Marmor verkleidet und als Erdhügel gestaltet, der mit Bäumen bepflanzt war. Oben befand sich vielleicht eine Statue des Augustus.

Klar ist, dass das Mausoleum einen Durchmesser von fast 90 Metern hatte. Davor standen zwei Obelisken, die sich heute am Quirinal und vor Santa Maria Maggiore befinden. Das Mausoleum war jahrhundertelang verschüttet und überbaut, bis es in den Jahren 1936–1938 freigelegt wurde.

Piazza Augusto Imperatore
Buslinien 301, 628, 913

Ara Pacis Augustae

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(Foto)
Relief an der Ara Pacis

Der „Altar des Friedens“ des Kaisers Augustus wurde in den Jahren 13–9 v. Chr. errichtet. Er ist das bedeutendste Zeugnis der Reliefkunst aus der Zeit Augustus’ und ein weiteres Beispiel für seine Propaganda.

Im unteren Bereich der Umfassung besteht das Relief aus Ornamenten. Darüber sind an der linken und rechten Seite mythologische Szenen dargestellt, wie zum Beispiel Äneas bei einem Opfer. An den vorderen und hinteren Umfassungsmauern sehen wir geschichtliche Szenen: Die kaiserliche Familie und Senatoren in einer Prozession.

Die Reliefplatten waren jahrhundertelang verschüttet. Einzelne Platten, die gefunden wurden, sind weltweit in Museen verstreut. Als der Altar 1938 am Tiberufer wieder aufgestellt wurde, brachte man an dieser Rekonstruktion Abgüsse an. Andere Platten wurden spiegelbildlich aus vorhandenen Gegenstücken rekonstruiert.

Im Jahr 2006 wurde das Museo dell’Ara Pacis neu eröffnet.

Via di Ripetta
Buslinien 301, 628, 913

Öffnungszeiten (ohne Gewähr):
täglich 9.30–19.30 Uhr; am 24. und 31. Dezember 9.30–14.00 Uhr
Einlass bis eine Stunde vor Schließung
Eintritt: 10,50 EUR, falls Sonderausstellungen stattfinden evtl. mehr

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